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7.7.2009 von Marloni.
Heute geht’s wettermäßig ein wenig besser. Mit dem Elan von „Bäume ausreißen“ bin ich in die Firma geeilt. Als Begleitung wählte ich meinen Schirm. Ein großer Familienschirm – ist bei Bigmamas schließlich nötig. Und mit Metallspitze – damit der Blitz genau diese trifft *uaaaaa*. Schon vorige Woche reiste ich mit meinem Schirm dreimal zur Arbeit und zurück. Er murrte, weil er sich langweilte, schließlich ist er ja dazu da um mich vor Regen zu schützen. Und nichts war. Ich fand’s aber nicht so schlimm, im Notfall bietet er mir ja mehr Schutz als er denkt. So schützt er mich vor dem Umfallen und vor bösen Buben. Aber dessen ist er sich nicht wirklich bewusst – glaube ich. Bis jetzt schaut‘s so aus als wenn wir wieder trockenen Schirmes nach Hause kommen. Ist doch toll – so werde ich mir einen neuen Titel zulegen: Die mit dem Schirm läuft! (so alla Kevin Costner, der mit dem Wolf tanzte)
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8.5.2009 von Hilli.
Also, wenn wir Zwei Beide verreisen, dann tun wir dies NIE unter einer sehr guten Vorbereitung. Und auch dieses Mal haben wir nichts unversucht gelassen, um das bestmöglichste für unsere Hamburg Reise zu versuchen. Lange schon haben wir überlegt, ob es nicht besser wäre, wie auf einem Motorrad sitzend, eine Reise anzutreten, wegen der Aerodynamik!

Seht her – was soll ich dazu noch sagen. Wenn man so eine Zicke hinter sich sitzen hat, die sich falsch mit in die Kurven legt, nur Blödsinn im Kopf hat und dann auch noch viiiieel zu kleen ist, um der Aerodynamik entgegen zu wirken – kannst du das glatt alles vergessen. Also, habe icke beschlossen, dass wir einfach in gewohnter „nebeneinander sitzender Haltung“ die Reise angehen werden. So klappt ` s auch besser mit dem Navigationssystem. Denn wenn die Kleene hinter mir nichts sieht, kann se mir ooch nicht sagen, wo et lang jeeht, wa? Zudem ja ooch der Helm von ihr viel zu groß ist, für det kleene Köpfchen! Der schleudert dann auch nur so um ihren Kopf wie ein Kreisel.
Und wat soll ich sagen, jetzt macht die Kleene ooch noch nen Sitzstreik, nur weil ick festjestellt habe, datt se zu kleen ist und die Aerodynamik nicht mit auf Antrieb stellen kann den ich bräuchte um Hamburg schneller zu erreichen!
Oh mein EINER Gott!

Na toll, also Zicken-Alarm ist angesagt. Ich denke aber, dass ich das bis Sonntag, dem Tag der Abreise, wieder hinbekommen habe, und die Kleene trotzdem mitkommen will. Weil ohne mich geht se ja eh nirgendwo hin. Ha. Sie wird schneller wieder bei mir an gekrochen kommen, als man Piep sagen kann.
Watt sage ich, da kommt sie schon wieder an und will sich langsam wieder ranpirschen, um zu kuscheln. Tzzz …. Weiber!

Am Ende verstehen se sich doch immer wieder und können nicht ohneeinander!
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6.5.2009 von Marloni.
Eine weibliche Computerstimme haucht mir ins Ohr: „Bitte legen sie nicht auf! Sofern ein Platz frei wird werden sie verbunden!“ Dieses haucht sie (die Computerstimme) alle 30 Sekunden. Ich habe die Zeit gestoppt. Dazwischen wird mein Trommelfell einer Reißprobe unterzogen, denn es wird mit quäkenden künstlichen Tönen in unangenehmer Lautstärke gestestet. Schon 10-mal vollzog sich der Wechsel zwischen angenehmen Stimmenschmaus und nervendem Ohrenschmerz. Wie lang doch 5 Minuten in einer Warteschleife sein können?
Ich zeichne aus Langeweile ein Strichmännchen nach dem anderen aufs Papier vor mir. Beim 13. halte ich und mein Herzschlag inne. Mein Mund steht vor Verwunderung offen. Das Papier hatte geraschelt und mit einem Plopp stand das 13. Strichmännchen vor mir.

Es staunte ein bisschen. Ich staunte ein bisschen mehr. Der Telefonhörer beglückte mich gerade wieder mit Ohrensausen, da sprang der Strichmann erschrocken hinter den Büroklammerbehälter. Spontan aber vorsichtig legte ich den Hörer aufs Telefon zurück. ,Was will ich jetzt mit ner Hotline – das hier ist viel spannender!’
„Hallo kleiner roter Mann!“ (Ich hatte ihn mit einem roten Stift gezeichnet.) „Du brauchst keine Angst zu haben!“ Geantwortet hat er nicht aber er kam hinter den Büroklammern hervor und inspizierte meinen Schreibtisch. Er löste eine Büroklammer vom Magnetspender und ließ sie klingelnd auf den Tisch fallen. Ich lächelte verzückt. Den Stiftebecher erklomm er geschickt und rutschte auf einem Bleistift hinunter ins Innere. Anscheinend gab es aber für ihn nichts Interessantes, denn er kletterte wie ein Äffchen geschwind den Stift wieder hinauf. Ich lachte vergnügt. Als nächstes raschelte er in meinem Rechnungsberg, den ich zu bearbeiten hatte. ‚So ein Strichmännchen passt doch in jede Ritze.’ dachte ich und kicherte. Dann entdeckte er meine Kaffeetasse. Flugs schwang er sich über den Henkel hinauf auf den Rand des Pottes und tippte einen Zeh hinein. ‚Was red ich da? Hat ein Strichmann Zehen?’ Da musste ich lauthals lachen und der kleine rote Mann fiel vor Schreck prompt in meinen Kaffee. Er paddelte im Kaffee, wie ein Hündchen im See, und lauter Kaffeetröpfchen stiebten auf die Rechnungen. Das war mir nun doch zu bunt. „Was sollen denn meine Kollegen denken, wenn es heute nur Kaffeefleckenrechnungen gibt?“ grummelte ich ein bisschen, hielt meinen Zeigefinger unter das planschende Männlein und hob es zurück auf den Schreibtisch.
„Ich glaube jetzt bis Du sauer oder? Irgendwie siehst Du sauer aus kleiner roter Mann!“ Und ob er sauer war. Er schüttelte sich den Kaffee aus den Strichen – und das natürlich vor meinem Monitor, damit dieser so richtig bespritzt wird. Dann hechtete er regelrecht zu dem Stiftebecher und schnippte wie im Mikadospiel sämtliche Stifte aus dem Becher. ‚Wie schafft dieser Zwerg das eigentlich?’ dachte ich gerade als all meine Stifte über den Schreibtisch rollten und rhythmisch auf den Boden ploppten. Danach waren die Büroklammern dran. In einer atemberaubenden Geschwindigkeit zog er eine Klammer nach der anderem vom Magneten ab. So wuchs ein kleines Häufchen Klammern vor dem Behälter. Im Eiltempo griff er in den Klammerhaufen, erhaschte eine Klammer, verbog den äußeren Schenkel nach vorne und warf jetzt diese Waffe wie einen Speer nach mir. Und der Knirps traf mich in meine Hand. Schon kam wieder eine angeflogen … und schon wieder eine … ich hörte mich „Aua!“ rufen und meine Hände hielt ich schon schützend vor meinem Gesicht.
„Das ist nun gar nicht mehr witzig!“ schimpfte ich und überlegte wie man einem Strichmännchen zu Leibe rücken kann. Greifen ist ja wohl schlecht. Winzling dieser! Und Nässe (siehe Kaffeebad) scheint ihm auch nichts zu tun. Da fiel mir mein Radiergummi im Schreibtischfach ein. Allerdings lagen dort noch mehr Büroklammern. ‘Wenn er die sieht … nicht auszudenken!’ Ich musste mich beeilen! Beherzt griff ich zur Schublade, zog sie auf, griff blind hinein, fand den Radiergummi und radierte auf meinem Papier das 13. Strichmännchen einfach weg. Siehe da! Der kleine Krieger am Büroklammergeschütz wurde immer durchsichtiger und war schon bald nicht mehr zu sehen.
Hm! Irgendwie bin ich jetzt traurig! Auch wenn er mich geärgert hat, so war doch mal Abwechslung in meinem Büroalltag.
‚Ich hätte vorhin nicht so laut lachen sollen!
Ob ich noch einmal versuche ein Strichmännchen zu malen?
Sicher ist Rot eine viel zu aggressive Farbe!
Hach ich muss diese Hotline anrufen, sonst komme ich hier mit meiner Arbeit nicht weiter!
Aber irgendwann versuche ich es mal mit GRÜN!’
********ENDE********
Danksagung: Mein herzlicher Dank geht ans Sprottchen. Sie hat mich mit ihrem “Bloggen am Montag” so inspiriert dass ich diese Geschichte einfach schreiben musste. Und Sie hat mir den Strichmann überlassen. *freuwieblöd*
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14.4.2009 von Marloni.
So schnell kann ein verkorkster Tag zu einem guten Tag werden. *kiecher*
Komme ich eben in ein Büro - liegt dort quer vor der Eingangstür ein Plüschosterhase.
Icke: “Watten jetzt? Habt ihr den Osterhasen beerdigt?”
Sie: “Psst, der schläft!”
Icke: “Klar doch bis nächstet Jahr oder wat?”
Und wandere so näher … da fängt dieser Plüschhase lauhals an zu kiechern und kugelt sich vor lachen. Echt! Der kugelte sich beim Lachen!
Automatisch lacht man mit.
Ich verschenke das Lachen weiter! Vielleicht braucht es jemand.
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