Archive für September 2009

auferstanden

Von den Toten auferstanden. Nein - es war nicht lebensgefährlich - es war aber sehr sehr sehr schmerzhaft. Zwei Tage habe ich nur gelegen. Und das ist schlimm. Man wird direkt noch kränker, weil matter. Am Donnerstag hielt ich es nicht mehr aus und telefonierte mit Hausärztin und Lieblingsapotheke und entschied dann mit der allerbesten Frau mir einen Chirurgen zu suchen. Ich traf genau DIE glückliche Wahl und sollte sogar noch am gleichen Tag hin, und das auch noch innerhalb von einer dreiviertel Stunde. Da hatte ich aber weder Überweisung noch konnte ich schnell laufen. Hillimaus und ich wuchsen aber wieder über uns hinaus und so schafften wir es. Der Chirurg empfing mich nicht mit dem Skalpell aber ich fühlte mich gleich in guten Händen. So ein toller lieber Arzt - ich könnte heulen vor Glück! Und meine Lieblingsapothekerinnen meinten später, was ich für ein Glück gehabt habe überhaupt einen Termin bei diesem TOP-Doc bekommen zu haben.

Tja - manchmal hab ich halt Glück. Im Endeffekt brauchte der Chirurg gar nicht operieren, das schmerzhafte Dingens hatte sich dann in spektakulärer Art und Weise selbst geöffnet und schrumpft nun vor sich hin. Es ist sehr harmlos was ich hier schreibe. Ich überlasse Euch die übelsten, ekligsten Phantasien - dann liegt ihr richtig.

Erstaunlich ist nur dass ich sowas von Matsch bin und bei jeder kleinsten Anstrengung ermattet auf das Sofa sinke und die Uhr rund penne. Man oh man! Aber ich lebe wieder! Da war ich mir vor zwei Tagen gar nicht mehr so sicher. Und ich genieße das SITZEN und LAUFEN. *schwärm*

Alles ist schön und so kann ich Euch auch einen schönen Sonntag wünschen! Schmerzfrei hoffentlich!

Immer wieder montags

Am WE sind wir selten online und deshalb bekommen wir dann montags die ganze Breite von Glück, Unglück, Hoffnung, Panik und Wut unserer lieben virtuell Vertrauten ab.

Da wird der Kriminaltango getanzt oder am liebsten Hänsel und Gretel gespielt.

Dort hören wir vom Notrufeinsatz und dicke Freundesunterstützung.

Hoffnungsvoll schauen wir ins Körbchen von X-Mas und atmen erleichtert auf.

Und zum Glück wurde im Allgäu nur gesponnen. Ich habe Null Ahnung von sowas finde aber dieses Handwerk voll faszinierend.

Jeder empfindet ja für sich seine eigene Katastrophe. Und meine galt den Wechseljahren am WE. Eigentlich schon die Woche vorher aber die Steigerung war dann eben der Freitag. NEIN! Auf das was mein Körper da mit mir anstellte, darauf war ich nicht vorbereitet. Ich habe dann auch einfach mal mitternächtens mit einer Bereitschaftsärztin telefoniert, die mich zumindest beruhigte und alles auf die Menopause schob. Nach dem wir dann am Samstag die gewissen Drogerieartikel in XXXL-Größe kauften und das in Mengen, ließen die schwallartigen Überfälle endlich nach und ich atmete auf. Gleichzeitig hasste ich meinen Körper für solche ungeplanten finanziellen Ausgaben, schließlich hätte er sich auch vor dem Einkauf positiv bemerkbar machen können. Das Rest Wochenende lauscht man dann so in seinen Körper hinein. Bei jedem Piekser oder Zieher oder Drücker und Schwindler oder sonstwas könnte ich mich in alle möglichen Krankheiten reinsteigern.

Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Mal sehen wie lange das noch diesen Monat geht und ob es jetzt monalich normal ist. Dabei dachte ich noch vor kurzen: Hach jetzt bin ich das Gedöns endlich los! Nüscht ist!

Tschuldschung für die Intimitäten, aber unser Wochenende war eben mit solchen „Nebensächlichkeiten“ gespickt. Wir haben echt Angst bekommen!

Ich wünsche allen Kranken: Gute Besserung!

Dem Pflegepersonal wünsche ich: Kraft, Ausdauer und Einfühlungsvermögen!

Den Betrogenen: Einfallsreichtum für die Rache!

Den Spinnern: Ein gutes Händ- und Füßchen!

Ansonsten würde uns sicher mal eine stinklangweilige Woche guttun! Oder?

Und das Haar sitzt

Die beste Krankheit taugt nüscht und seit ich mir diese blöde Schuppengeschichte eingehandelt habe bestätigt sich diese Redewendung mal wieder. Okay der Spruch ist doof, aber Schuppenflechte ist auch doof.

Morgens um 5.00 Uhr (jeden Morgen - außer am WE natürlich) wasche ich mein Haar (jaja) mit einem besonderen Mittel welches als Schaum 5 Minuten wirken muss. Dabei werden die Zähne geputzt und aufgepasst, dass das Bad nicht zu sehr von Tropfen aus den Haaren besprenkelt wird. Nach 5 Minuten auswaschen, Schaumfestiger rein und Haare fönen. Schließlich hat man irgendwo eine Frisur, auch wenn‘s gleich wieder hinfällig ist. Denn nach dem Fönen kommt ein Kortison Schaum auf die Kopfhaut. Die ist logischer Weise unter den Haaren, also muss ich durchs Haar diesen Schaum in die Kopfhaut massieren und das brennt kurze Zeit höllisch. Was ist mit der Frisur? Futsch! Sag ich doch – zumindest fast. Damit ich überhaupt aus dem Haus gehen kann versuche ich mit Gel die Frisur wenigstens teilweise zurück zu zupfen.

Naja – dieser Aufwand früh um 5.00 Uhr ist nicht so mein Ding, weil ich um diese Zeit eigentlich noch kein Mensch bin. Aber ich gewöhne mich dran. Aber an meine Haarpracht gewöhne ich mich wohl nie. Die Haare fühlen sich strohig an - ihnen fehlt der Glanz. Ständig schuppt es auf meine Schultern und ich bin nur am abstauben. Es ist peinlich! Es steht ja nun nirgendwo für andere Mitmenschen sichtbar: „Hallo? Ich kann nix dafür!“ Wenn ich dann diese blöden Schübe bekomme, spannt mir die ganze Kopfhaut und meine Mitmenschen können trockene oder gar kahle verkrustete Stellen auf meinem Schopf durchaus sehen. Kratzen könnte ich mich immer, aber dann rieselt der Schnee wieder ohne Ende. Es gibt noch eine Steigerungsform, aber die beschreibe ich lieber nicht. Frau Doktor meint ab dem Herbst ginge es mir schlechter!

Fein! Ich freu mich drauf!

Und dunkle Klamotten machen sich besonders gut mit Schneegestöber. *grmpf*

Hauptsache das Haar sitzt … irgendwie … halt!

Alles alles Gute!

Heute denken wir heftig an SIE und drücken ganz feste die Daumen.

Für Dich

Ich weiß … manchmal scheint der Weg unendlich weit.
Ich weiß … manchmal ist ein Tag voll Dunkelheit.
Es weht auch der Wind so kalt - doch frier ich nicht.
Ich find ja Halt – ich hab ja Dich!

Du bist die Sonne des Lebens für mich!
Du schenkst mir Liebe und Wärme und Licht.
Mit Dir da lässt mich das Glück nie im Stich
und ich setz all meine Hoffnung auf Dich.

Du bist die Sonne des Lebens für mich!
Es dreht die Welt sich für mich nur um Dich.
Das wird für immer und immer so sein!
Ich lass dich niemals – nein – niemals allein!

Du bist die Sonne des Lebens für mich
und ich setz all meine Hoffnung auf Dich!

herz1.jpg

*** Semino Rossi ***
aus dem Album „Die Liebe bleibt“